Strukturvertrieb mit Waren oder Dienstleistungen?

StrukturvertriebStrukturvertrieb

Im Strukturvertrieb ist so gut wie jedes Produkt zum Vertrieb geeignet. Waren, sprich Verbrauchsgüter eignen sich besonders gut, da diese – bei guter Qualität – immer wieder nachgekauft werden. Doch was ist, wenn das Produkt bei jedem Kunden nur einmalig platzierbar ist oder es sich um eine Dienstleistung handelt, die ebenfalls nur einmalig in Anspruch genommen werden kann?

Produkte von hochwertiger Art verkaufen sich wie von selbst. Und, bei Gefallen, werden sie nachgekauft, sollten sie verbraucht werden. Solche Produkte ermöglichen dem Händler wiederkehrende Einnahmen. Im Strukturvertrieb werden solche Produkte gern gewählt, da durch die wiederkehrenden Einnahmen dauerhafte Einkünfte für die gesamte Struktur gesichert werden. Die Provisionen sind überschaubar. Daher ergibt es Sinn, in die Breite zu gehen und dafür zu sorgen, dass mehrere Menschen das Produkt kennen und schätzen lernen.

Bei anderen Produkten oder Dienstleistungen ist das anders. Es gibt Produkte, die werden einmalig gekauft. Folglich wird dann auch nur einmal Geld verdient. Ähnlich ist es mit Finanzdienstleistungen. Viele Vertriebe bieten Versicherungen, Bausparverträge, Fonds und andere Finanzprodukte an. Auch hier fließt nur einmal die Provision. Diese ist bei Finanzprodukten oft höher als bei Waren und daher lohnt es sich dann doch. Allerdings zieht die einmalige Bezahlung die Notwendigkeit nach sich, neue Kunden gewinnen zu müssen, wenn man weiter Geld verdienen möchte.

Die Frage, welcher Weg der sinnvollere ist, muss sich jeder selbst beantworten. Die Finanzdienstleistungsbranche ist ein Markt, in dem jeder Kunde etwas braucht oder hat. Allerdings sind die Produkte oft abstrakt und nicht greifbar. Hier ist es nicht ganz so leicht, Umsätze zu generieren wie bei einem Produkt, welches man vorführen und anfassen kann. Dafür sind die Provisionen um einiges höher als bei Waren. Allerdings gibt es Produkte mit Stornohaftung. Das bedeutet, sollte es sich ein Kunde anders überlegen und sein Produkt kündigen, muss die Provision zurückgezahlt werden.

Fazit: Jeder muss für sich die Entscheidung treffen, welches Produkt er vertrieblich umsetzen möchte. Wichtig ist, dass man dahinter steht und es mit gutem Gewissen empfehlen kann.

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