Direktvertrieb: Eine Branche mit großem Zukunftspotential – Teil 3

Prof. Dr. Michael Zacharias

Zahlen und Fakten
In Deutschland sind rund 460.000 (Österreich: 14.000, Schweiz: 10.000) selbständige Direktberater aktiv und erwirtschaften einen Umsatz von knapp 2,71 Mrd. Euro (Österreich: 192 Mio. Euro, Schweiz: 282 Mio. Euro) pro Jahr. (Quelle: World Federation of Direct Selling Associations, 2010, Datenbasis: 2008 bzw. 2009).

Zum Großteil (93 Prozent) wird Direktvertrieb nebenberuflich betrieben, nur 7 Prozent arbeiten ganztägig in der Branche. Dabei nutzen vor allem Frauen (62 Prozent) den Direktvertrieb, um ein zweites Einkommen zu erzielen.

Drei Viertel der Befragten wenden nicht mehr als 15 Stunden pro Woche für die Nebentätigkeit aus. Im Durchschnitt erzielen die nebenberuflich Tätigen ein Einkommen von rund 820 CHF pro Monat. Hauptberufliche Direktberater mit einem Zeiteinsatz von mehr als 30 Stunden pro Woche erzielen im Schnitt rund 6.000 CHF pro Monat und damit rund dreimal so viel wie ein durchschnittliches Einkommen im Einzelhandel.

Trotz des bereits dynamischen Wachstums in den vergangenen Jahren ist das Potential im Direktvertrieb hierzulande enorm. In Taiwan sind beispielsweise 18,6 Prozent der Bevölkerung im Direktvertrieb tätig, in den USA immerhin 5,1 Prozent der Bevölkerung. Deutschland liegt mit einem Anteil von 0,9 Prozent ebenso wie Österreich mit 0,2 Prozent am unteren Ende der Skala.

Weltweit ist der Umsatz von 33,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 1988 auf 115 Milliarden US-Dollar im Jahr 2007 angestiegen, die Zahl der im Direktvertrieb tätigen Menschen im gleichen Zeitraum von 8,5 Millionen auf 63 Millionen. Umsatz 2009: 117,6 Mrd. USD; Berater 2009: 74 Mio

Verfasser der vorliegenden Gastkolumne auf strukturvertriebe.net ist Prof. Dr. Michael M. Zacharias.

Michael M. Zacharias zählt zu den renommiertesten Wissenschaftlern und Unternehmensberatern im Direktvertrieb. Seit Anfang der 1990er Jahre beschäftigt er sich als Professor der Fachhochschule Worms im Studiengang International Management mit diesem Thema.Der vorliegenden Kolumne liegen Informationsmaterial und wissenschaftliche Ergebnisse aus dem in (März) 2009 veröffentlichten, (ca.) 295-seitigen „Branchenreport Direktvertrieb“ zu Grunde, der mit einer Befragung von über 6.500 Beratern im Direktvertrieb und Strukturvertrieb in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz zum Standardwerk dieses Vertriebsweges zählt.

Der Hintergrund für das Entstehen des Branchenreports Direktvertrieb liegt in dem Interesse, empirisch gesicherte Informationen vorzulegen, die ein objektives Bild der Branche des Direktvertrieb, Strukturvertrieb, Network Marketing, Multi Level Marketing (MLM) und Franchise zeichnen.

Der Branchenreport basiert auf einer Marktforschungsstudie, bei der 6.600 haupt- und nebenberuflich tätige Vertriebspartner in Deutschland, Österreich und der Schweiz Rede und Antwort standen und ist in Zusammenarbeit mit dem Unternehmensverband Direktvertrieb e.V. (UVDV), Unternehmen der Branche und der Fachhochschule Worms, University of Applied Sciences unter der wissenschaftlichen Leitung von Herrn Prof. Dr. Michael M. Zacharias entstanden.

Der vollständige Branchenreport 2009 (ISBN: 978-3-9812716-1-4) und der Auszug aus dem Report „Direktvertrieb in Deutschland, Österreich und der Schweiz“ finden Interessierte im Internet unter der Seite www.branchenreport.eu.

Strukturvertriebe.net veröffentlicht eine regelmäßig erscheinende Gastkolumne von Herrn Prof. Dr. Zacharias.
Zacharias versteht es, aus vielen gesammelten Fakten und Informationen wissenschaftliche Arbeiten entstehen zu lassen, die für alle Brancheninteressierte einen großen Mehrwert darstellen.

Unternehmen richten Anfragen an:
Zacharias@ibcconsultants.de