Studenten und das Thema Nebenjob

Nebenjob

Laut dem Statistischen Bundesamt sind an deutschen Hochschulen aktuell 2.121.190 Studenten immatrikuliert (Stand 2011). 2008 gab es noch weniger als 2 Millionen Studenten, genau genommen waren 1.941.763 an einer Hochschule in Deutschland eingeschrieben.

Zur Jahrtausendwende studierten lediglich 1.773.956 Personen, also circa eine Viertelmillion weniger Lernende als heute.

Das Begabtenförderungswerk Reemtsa führte im Jahr 2009 eine Online-Befragung durch, wie Hochschüler sich ihr Studium finanzieren würden.

65% der Befragten gaben an, das ihre Eltern die Hauptfinanzierer seien. 60% der Studenten besaßen einen Nebenjob. Auf Bafög griffen 32% zurück. 23% kommen mit vorher Angespartem zurecht. Weitere Geldgeber waren: Aufgenommene Kredite und Darlehen (10%), andere Familienangehörige (10%), duales Studium (7%), sonstige staatliche Zuwendungen (6%) oder ein Stipendium (4%). Mehrfachnennungen waren möglich. Neben der Finanzierungsart „sponsored by Papa und Mama“ sind dementsprechend Nebenjobs auf dem Vormarsch.

Laut einer Umfrage von Univativ aus dem Jahr 2009 suchten sich 25% der Befragten ihren Nebenjob im Internet. 19% gaben an, das sie ihren Nebenberuf von Freunden und Bekannten vermittelt bekommen hätten. 17% wurden in einer Online-Jobbörse fündig. Weiter Quellen für suchende Studenten nach Zweiteinkommen waren Messen (11%), Zeitungen (10%), Plakate und Aushänge (9%), Vorträge (5%) und UN-Broschüren (4%).

Studenten lassen sich einen Job also am liebsten von einem Freund empfehlen oder werden im Internet, bzw. bei einer Online-Jobbörse (beispielsweise www.jobkontakter.de oder www.nebenberufe.de) auf der Suche nach einem Zweitjob fündig. Die Tendenz zu diesen zwei Kanälen ist stark ansteigend. Wenn ein Freund einen Job empfiehlt greift man gerne auf dessen Erfahrungswerte zurück. Neben den Jobs in Bars und Kneipen, an Universitäten und bei Promotionaktivitäten sind Tätigkeiten im Network Marketing, oder auch MLM und Strukturvertrieb genannt, immer mehr im Fokus. Die freie Zeiteinteilung, der Reiz potenzieller hoher Einkünfte, sich etwas parallel zum Studium aufzubauen was noch im Berufsleben Bestand hat und die Wertigkeit im Lebenslauf bringen viele Studenten zu dieser Art der Nebenjobgestaltung.

Unter www.strukturvertriebe.net können sich Interessierte dazu weitere Informationen im Internet sammeln. Univativ hatte für diese Statistik 1.200 persönliche Interviews durchgeführt um so ein repräsentatives Ergebnis zu erhalten.

Immer mehr Studierende haben ein recht exaktes Anforderungsprofil an ihren Nebenjob. Die Aussage, dass der Zweitjob Spaß machen sollte hört man immer öfter. Es geht also nicht immer nur um das liebe Geld, sondern auch um die Art der Tätigkeit. Fun and Money, das ist die Devise.
Und so stellt für viele Studenten ein Job parallel zum Studium zwar die notwendige Realität dar, allerdings wollen ihn die wenigsten missen – den Nebenberuf, oder auch die Lieblingsabwechslung zum Studium und das Reinschnuppern in die Arbeitswelt.