Die Zukunft des Strukturvertriebs aus volkswirtschaftlicher Sicht

Zukunft des Strukturvertriebs

Deutschland, im Januar 2011

Die Schlagzeilen sind fett: „Deutschland geht in Richtung Vollbeschäftigung“ steht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung; „Das Job-Wunder geht weiter“ schreibt die BILD-Zeitung, „Bayern und Baden-Württemberg in Vollbeschäftigung“; „Fachkräfte sind Mangelware“ und „Zu viele Ausbildungsplätze in Deutschland“, das lesen die Bürger in der regionalen Fachpresse.

In Deutschland werden im Jahr 2011 in elf Branchen 360.000 neue Stellen geschaffen. Allen voran das Gesundheitswesen mit 150.000 neuen Arbeitsplätzen.

Wir haben die niedrigste Arbeitslosenquote seit über 20 Jahren. Sicherlich etwas geschönt, allerdings waren sie das schon immer.

Diese Meldungen werden weitergehen. Die Demographie in Deutschland spricht für diesen Trend. Weniger junge Menschen kommen nach und es gibt immer weniger Bewerber für einen Arbeitsplatz. Oder anders herum: Auf einen Bewerber kommen immer mehr potenzielle Arbeitsplätze. Auch die Bildungssituation spricht für diesen Trend. Es kommen verhältnismäßig viele schlecht ausgebildete junge Menschen in den Arbeitskreislauf. Die Bundesregierung versucht mit ganztäglichen Bildungsangeboten sozialschwachen und bildungsarmen Familien die Ausbildung und ganzheitliche Erziehung ab zu kaufen.

Es ist sicher: Der in Deutschland lebende Mensch wird bei einem durchschnittlichen Bildungsstand eine begehrte Arbeitskraft werden.

Das bedeutet allerdings auf der anderen Seite nicht, dass diese Arbeitskraft in Zukunft wesentlich mehr Geld verdienen wird. Das Gehaltsniveau wird bei den Top-5%-Berufen wie in der Vergangenheit weiter steigen, bei den vielen durchschnittlichen Arbeitskräften eher stagnieren. Hier müssen sich die deutschen Bürger einer weiteren sozialen Gesellschaftsentwicklung beugen – der Globalisierung. Eine Arbeitskraft in Fern-Ost oder Schräg-Süd ist einfach zu günstig. Sollte das Einkommensniveau und die sozialen Nebenkosten für deutsche Arbeitskräfte signifikant steigen werden die Unternehmen noch mehr Produktion ins Ausland verlegen als es ohnehin schon der Fall ist. Die Frage die sich stellt: Warum soll ein Unternehmen den IT-Spezialisten aus Indien für teures Geld nach Deutschland locken, wenn es auf der anderen Seite mit ihrem Geschäftssitz teilweise nach Indien gehen und über Millionen dieser sehr gut ausgebildeten Menschenpotenziale verfügen kann?

Die Zukunft wird Folge dessen heißen: Die hauptberufliche Situation der in Deutschland lebenden Menschen bewegt sich in Richtung Vollbeschäftigung. Wer arbeiten will und kann findet Arbeit. Die Bezahlung wird nicht überdurchschnittlich steigen, eventuell verbessern sich die Arbeitsbedingungen –ein nettes Büro, ein schicker Titel, ein Firmen-Smartphone.

Was bedeutet das für die Deutschen?

Wenn ein in Deutschland lebender Mensch einen Hauptberuf besitzt ist er die großen, existenziellen Sorgen los. Er kann sich und seinen Lieben etwas zu Essen kaufen und hat ein Dach über dem Kopf.

Mit dem Durchschnittseinkommen verhält es sich in Deutschland folgender maßen:
Das Durchschnittseinkommen in Deutschland beträgt je Haushalt knapp 2.700€. Von diesem Durchschnittseinkommen bleiben dem Durchschnittshaushalt, nach lebensnotwendigen Ausgaben für Miete und Lebensmittel, meist keine 1.000€ zur freien Verfügung. Das höchste Durchschnittsgehalt im Ländervergleich der OECD wird in Luxemburg verdient. Deutschland liegt mit seinem Durchschnittsgehalt innerhalb der wichtigsten Industriestaaten auf Platz 15.

Recht gravierend ist die Situation bei den Menschen im Alter von 20 bis 40 Jahren. Hier ist das Einkommen noch eher niedrig und die Ausgaben deutlich höher. Anschaffungen hier, Kosten für Kinder dort.

Der Traum von einem Eigenheim, Ziele wie regelmäßiges Urlaubmachen und Motive, sich eine anständige private Altersvorsorge auf zu bauen werden rasch von der Realität eingeholt – nämlich das am Ende des Geldes noch eine Menge Monat übrig ist.

Es stellt sich natürlich die Frage: Gebe ich meine Ziele auf oder suche ich nach Wegen diese doch zu realisieren. Ein von Arbeitslosigkeit geprägter Mensch ist existenzbedroht auf der Suche nach einem neuen Hauptjob. Ein Tätiger, bei dem diese Existenzängste ausgeräumt sind kann sich nun viel freier mit seinen Zielen beschäftigen.

Und hier schließt sich in Deutschland der nächste Megatrend an. Die Menschen suchen nach Lösungen ihre Ziele zu erreichen. Ein gut bezahlter Nebenberuf ist eben diese Lösung, ein zweites Einkommen.

Dieser Job allerdings muss sich flexibel an den Hauptberuf anpassen, im Optimalfall ist er auf selbständiger Basis, das mir kein zweiter Dienstherr etwas vorschreiben kann. Automatisch ist die Motivation viel größer etwas Eigenes auf zu bauen. Er sollte darüber hinaus Spaß machen und in einem Team funktionieren, damit einem der Nebenberuf eher wie ein Hobby und weniger wie Arbeit erscheint. Und natürlich sollte der Nebenjob lukrativ sein und einen Mehrwert darstellen.

Vergleicht ein Zweitjob-Interessierter im Job-Supermarkt die Angebote und greift in das Regal der Nebentätigkeiten wird er sich immer öfter eine Tätigkeit in einem seriösen Strukturvertrieb entscheiden. Nicht wegen der ansprechenden Verpackung, sondern wegen dem überzeugendem Inhalt. Der Strukturvertrieb erfüllt die oben genannten Anforderungen. Ein ernsthafter Versuch ist es wert.

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